Seit dem Tarifjahr 2026 werden die Kosten des Messwesens separat ausgewiesen und über Messtarife den Verursachern zugeordnet. Damit wird transparenter, welche Entgelte die einzelnen Netzbetreiber für das Messwesen verrechnen.
Wir haben die publizierten Tarifmeldungen für die ElCom-Standardprofile H4, C4 und C5 ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den ausgewiesenen Messentgelten der Schweizer Netzbetreiber.
Wie hoch sind die Messentgelte 2026?
Beim Haushaltsprofil H4 mit einem Jahresverbrauch von 4'500 kWh reichen die ausgewiesenen Messentgelte von 20 bis 180 Franken pro Jahr und Messpunkt. Der einwohnergewichtete ElCom-Vergleichswert liegt bei rund 74 Franken pro Jahr, der ungewichtete Median der ausgewerteten Netzbetreiber bei 72 Franken.
Neben Minimum, Maximum und Median zeigen wir, wie sich die ausgewiesenen Messentgelte verteilen und wie sie im Verhältnis zum jeweiligen ElCom-Vergleichswert liegen.
H4, C4 und C5 im Vergleich
Neben dem Haushaltsprofil H4 haben wir die Messentgelte für die Gewerbe- und Industrieprofile C4 und C5 ausgewertet. Die Höhe und die Verteilung der ausgewiesenen Messentgelte unterscheiden sich zwischen den drei Profilen teilweise deutlich.
Für die fachliche Einordnung betrachten wir jedes Profil innerhalb seiner jeweiligen Verbrauchs- und Anschlusskategorie. Unterschiede zwischen H4, C4 und C5 lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres als Unterschiede in der Effizienz der Netzbetreiber interpretieren.
Einordnung gegenüber dem ElCom-Vergleichswert
Die dargestellte Einstufung zeigt, wie die ausgewiesenen Messentgelte im Verhältnis zum jeweiligen ElCom-Vergleichswert liegen. Ergänzend stellen wir die Verteilung der Werte sowie den ungewichteten Median der Netzbetreiber dar.
Damit lässt sich erkennen, ob ein Messentgelt innerhalb der Vergleichsgruppe eher im unteren, mittleren oder oberen Bereich liegt. Die Einordnung ist jedoch keine Aussage darüber, ob ein konkretes Messentgelt regulatorisch angemessen ist.
Tarifvergleich ist keine Kostenprüfung
Unsere Auswertung basiert auf den publizierten Tarifdaten und nicht auf den Kostenrechnungsdaten der einzelnen Netzbetreiber.
Aus einem hohen oder tiefen Messentgelt können wir deshalb nicht unmittelbar auf die zugrunde liegenden Messkosten oder auf die regulatorische Zulässigkeit schliessen. Auffällige Abweichungen zeigen zunächst, dass sich ein Wert deutlich von der Vergleichsgruppe oder vom ElCom-Vergleichswert unterscheidet. Die Ursachen dafür können nur anhand der konkreten Kosten- und Tarifgrundlagen des jeweiligen Netzbetreibers beurteilt werden.
Nullwerte und weitere Besonderheiten
In den publizierten Daten finden sich auch Netzbetreiber mit einem ausgewiesenen Messentgelt von 0 Franken. Solche Werte behandeln wir in der Auswertung separat und interpretieren sie nicht automatisch als besonders tiefes Messentgelt.
Zusätzlich zeigen wir bei C4, welchen Einfluss bestimmte Tarifmeldungen auf die statistischen Vergleichswerte haben können. Damit werden auch methodische Grenzen des Vergleichs sichtbar.
Auswertung der Messentgelte 2026
In der vollständigen Auswertung zeigen wir die Messentgelte der Netzbetreiber für H4, C4 und C5, die jeweiligen ElCom-Vergleichswerte, Median, Quartile und Perzentile sowie die Verteilung und auffällige Werte.

